Wenige Fakten zu Sars-CoV-2 Impfungen bei HIV-positiven Menschen

Aus HIV&more online:

11. Januar 2021

An den Studien zur COVID-19-Impfung haben nur wenige HIV-positive Menschen teilgenommen. Bislang gibt es keine Hinweise, dass die Impfung bei HIV-Infektion weniger gut verträglich ist.

Theoretisch gibt es keinen Grund, der gegen eine Corona-Impfung bei HIV-Positiven spricht. Der Impfstoff enthält keine lebenden Viren und stellt damit selbst bei Immunschwäche kein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen dar. Fachgesellschaften und Experten empfehlen Menschen mit HIV zu impfen. Ob die Antikörper-Bildung und damit der Schutz bei Immunschwäche eingeschränkt ist, ist derzeit nicht bekannt.

 

Erfahrungen aus den Impfstudien

An der Pfizer/Biontech-Studie haben 196 HIV-positive Menschen teilgenommen. Die Daten dieser Patienten waren in der Publikation im New England Journal of Medicine nicht eingeschlossen.

An der Moderna-Studie nahmen 176 HIV-Positive teil. Je eine Person in der Placebo- und Impfstoff-Gruppe hatten COVID-19. Es wurden keine ungewöhnlichen Nebenwirkungen beobachtet.

An der Oxford/AstraZeneca-Studien nahmen in England und Südafrika 160 Menschen mit HIV teil. Aber auch diese Daten waren im Lancet veröffentlichten Analyse nicht eingeschlossen.

An den laufenden Studie der Hersteller Johnson & Johnson, Novavax und Sanofi/GlaxoSmithKline nehmen ebenfalls HIV-Positive teil. Näheres ist aktuell nicht bekannt.


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