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Ab Anfang März Impftermine für chronisch kranke Menschen

Neues zur Covid-19 Impfung

Am 08.02.2021 ist die 2. Neufassung der Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) in Kraft getreten. In der neuen Verordnung versucht das Gesundheitsministerium auf die laute Kritik der Behindertenverbände und Selbsthilfegruppen auch die in der bisherigen Impfpriorisierung  vergessenen Gruppen zu berücksichtigen, die ein hohes Risiko für einem schweren Verlauf bei einer Covid-19 Erkrankung haben. Bis jetzt wurden hauptsächlich Personen der Risikogruppe 1 geimpft. Ab Anfang März wird in den Bundesländern mit dem Impfen der Risikogruppe 2 begonnen.

In die Gruppe 2 (hohe Priorität) wurden in der neuen CoronaImpfV jetzt auch die folgenden Untergruppen aufgenommen:

  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%), Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben. (Link zur Bescheinigung, PDF)

Die Planung und Durchführung der Impfungen liegt weiter in der Verantwortung der Länder. Das bedeutet, dass die Zeitpunkte ab wann begonnen wird, die Gruppe 2 zu impfen, in den verschiedenen Ländern unterschiedlich sein werden. Schätzungsweise wird das ab Anfang März so weit sein.

 

Man kann nicht frei wählen, welchen Impfstoff man erhält. Das hängt vom Alter und von der Verfügbarkeit der Impfstoffe im jeweiligen Bundesland ab.

 

 

Aber wie kommt man jetzt an einen Impftermin?

 

Die Menschen welche HIV- und zusätzlich (ehemals) HCV-Infiziert sind und noch weitere Erkrankungen haben (wie z.B. Lungenfibrose, Leberzirrhose oder Leberinsuffizienz, Diabetes, Bluthochdruck, Nierenerkrankung, Krebserkrankung, usw..), sollten sich hier die Vorlage für ein ärztliches Attest (PDF) herunterladen und von ihrem Haus-, Hämophilie- oder Schwerpunktarzt ausfüllen lassen. Dieses Attest bescheinigt das Risiko bei einer Infektion mit Sars-CoV-2 einen komplizierten Covid-19 Verlauf zu erleiden.

 

Es ist ebenfalls möglich, bis zu zwei Personen, die im selben Haushalt mit einer pflegebedürftigen Person leben oder die bei der eigenen Pflege beschäftigt sind, ebenfalls bereits in der Gruppe 2 impfen zu lassen. (Link zur Bescheinigung, PDF)

 

Die Impfungen werden durch die Bundesländer organisiert, daher ist die Anmeldung nicht einheitlich geregelt. Da sich momentan die Lage täglich ändert, haben wir unten einen Link zur Infoseite der TK. Hier findet man die Kontakte und Telefonnummmern in den jeweiligen Bundesländern.

Hier ist ein Impftermin nach Vorlage des ärztlichen Attest zu beantragen. Z.B. in Schleswig-Holstein werden ab dem 09.03.2021 Impftermine für die Gruppe 2 (hohe Priorität) vergeben.

 

Infos der Bundes­länder zur Corona-Impfung und zur Online-Anmel­dung (Quelle TK)

 

 

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Wenige Fakten zu Sars-CoV-2 Impfungen bei HIV-positiven Menschen

Aus HIV&more online:

11. Januar 2021

An den Studien zur Zulassung der COVID-19-Impfstoffe haben nur wenige HIV-positive Menschen teilgenommen. Bislang gibt es keine Hinweise, dass die Impfung bei HIV-Infektion weniger gut verträglich ist.

Theoretisch gibt es keinen Grund, der gegen eine Corona-Impfung bei HIV-Positiven spricht. Der Impfstoff enthält keine lebenden Viren und stellt damit selbst bei Immunschwäche kein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen dar. Fachgesellschaften und Experten empfehlen Menschen mit HIV zu impfen. Ob die Antikörper-Bildung und damit der Schutz bei Immunschwäche eingeschränkt ist, ist derzeit nicht bekannt.

 

Erfahrungen aus den Impfstudien

An der Pfizer/Biontech-Studie haben 196 HIV-positive Menschen teilgenommen. Die Daten dieser Patienten waren in der Publikation im New England Journal of Medicine nicht eingeschlossen.

An der Moderna-Studie nahmen 176 HIV-Positive teil. Je eine Person in der Placebo- und Impfstoff-Gruppe hatten COVID-19. Es wurden keine ungewöhnlichen Nebenwirkungen beobachtet.

An der Oxford/AstraZeneca-Studien nahmen in England und Südafrika 160 Menschen mit HIV teil. Aber auch diese Daten waren im Lancet veröffentlichten Analyse nicht eingeschlossen.

An den laufenden Studie der Hersteller Johnson & Johnson, Novavax und Sanofi/GlaxoSmithKline nehmen ebenfalls HIV-Positive teil. Näheres ist aktuell nicht bekannt.


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Bedrohung durch Coronavirus

Der folgende Artikel erschien am 30.12.2020 dank der Bemühungen von Cornelia und Michael in der Neu-Ulmer Zeitung:

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Leberzirrhose erhöht das Risiko für schwere Covid-19 Verläufe

Aus HIV&more online (22.11.2020):

Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 wird häufig auch die Leber in Mitleidenschaft gezogen – und zwar auch bei denjenigen, bei denen zuvor keine Leberschädigung bekannt war. Studien zufolge sind die Leberwerte bei mindestens einem Fünftel bis hin zu drei Vierteln der Covid-19-Patienten auffällig. „Für Menschen, die bereits an der Leber erkrankt sind, gilt: Sie haben wahrscheinlich kein erhöhtes Risiko, sich mit SARS CoV-2 zu infizieren. Wenn jedoch eine Infektion auftritt, dann scheint das Risiko für einen schweren Verlauf vor allem davon abzuhängen, wie geschädigt die Leber bereits ist – also ob das Organ bereits fibrotisch – vernarbt – ist oder sogar eine Zirrhose vorliegt.

 

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Dörte Nittka ist gestorben

"In mir ist eine unendlich große Sehnsucht nach unbelastetem Leben und Gesundheit"  Dörte 2017

 

Heute erreichte uns die Nachricht von Dörtes Tod. Mit Trauer und Bestürzung haben wir die furchtbare Nachricht aufgenommen. Dörte musste lange gegen eine sich immer weiter verschlechternde Erkrankung kämpfen. Gestern war ihre Kraft dafür verbraucht.

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Pressemappe zur Situation der Betroffenen

Mitte November haben wir an alle Abgeordneten des Gesundheitsauschusses und an ausgewählte Politiker eine Pressemappe versendet. Dies war uns wichtig, da wir in der Coronakrise gesehen haben, dass die Situation der Opfer des Blutskandals völlig in den Hintergrund geraten ist. Gerade vor den schmerzhaften Verlusten und schweren Erkrankungen unter den Betroffenen war und ist es uns wichtig, genau jetzt mit lauter Stimme auf unsere schwere Situation aufmerksam zu machen.

 

Die Pressemappe findet ihr hier.

 

Bis heute haben uns bereits einige Abgeordnete interessiert geantwortet und weitere Gespräche und Videokonferenzen sind anberaumt.

Über Details werden wir hier weiter informieren.

Soziale Distanz als gesundheitlicher Risikofaktor

Jürgen Möller-Nehring, 13. Dezember 2020

 

Wir stecken mitten in der zweiten Welle der Pandemie. Beängstigende Nachrichten über ein überfordertes Gesundheitswesen werden häufiger. Je länger eine Krise andauert und wir alle psychischen Belastungen wie gesellschaftlichen Druck und grundlegenden Ängsten ausgesetzt sind, desto eher sind die individuellen Selbstheilungskräfte überfordert. Viele Menschen klagen bereits über Erschöpfung und es kommt häufiger zu akuten Belastungsreaktionen oder sogar länger andauernden seelischen Störungen. Ein Ende der Corona-Pandemie mit den damit verbundenen Einschränkungen ist nicht abzusehen. Fachleute aus vielen Bereichen der Medizin äußern sich aufgrund der drohenden seelischen Folgen zunehmend sorgenvoll. Die Psychotherapeutenkammer (BPtK), die deutsche Gessellschaft für Psychiatrie und Psychosomatik (DGPPN) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) äußern Befürchtungen, die zur Eindämmung des Infektionsgeschehens empfohlene soziale Distanz bis hin zur sozialen Isolierung könnte längerfristig wesentlich mehr Schaden anrichten als Nutzen. Pädagogen warnen, dass zeitgemäßer inklusiver Unterricht, der individuell auf die Kinder eingehen kann in der Pandemie nicht mehr möglich ist. Viele Kinder bleiben jetzt auf der Strecke, vor allem Kinder aus bildungsferneren Familien.  Die langfristigen teilweise unumkehrbahren psychosozialen Folgen der Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen sind kaum abzuschätzen.

Gesichtslose und distanzierte Menschen

Ein Auzug aus einem sehr guten Telepolis-Artikel zu dem Thema psychische Belastung bei Corona:

" Eine übersehene Pandemie  - 
Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Krankheit, die hierzulande immer häufiger auftritt und chronische Schmerzen verursacht - eine ansteckende, von der medizinischen Wissenschaft auch kaum erforschte Krankheit, die sich schneller ausbreitet, als die Immunität gegen sie aufgebaut werden kann, und die als eine der häufigsten Todesursachen in der zivilisierten westlichen Welt eingestuft wird. Eine Krankheit, die das Aufkommen anderer Leiden begünstigt, von Erkältungen über Depressionen und Demenz bis hin zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Krebs. Diese Krankheit wäre mithin ein bedeutender Risikofaktor für andere häufige und tödliche Krankheiten. Zugleich wäre sie tückisch, denn viele Betroffenen wüssten gar nicht, dass sie an ihr leiden."

Hier wird von der EINSAMKEIT gesprochen.

Stellen wir uns weiter vor, die Kinder lernen im Rahmen der Corona-Maßnahmen in den Kitas und Schulen, dass von den Mitschülern und anderen Menschen eine Gefahr ausgeht, die tödlich sein kann. Auch erleben sie sich mit ihren Wünschen und ihrem Verhalten als GEFÄHRDER anderer Menschen die sie lieben. Wenn diese Erkenntnis generalisiert abgespeichert wird, wird eine vielleicht im Laufe des nächsten Jahres zur Verfügung stehende Impfung daran nur noch wenig ändern.

Daraus resultieren dauerhafte SOZIALE ÄNGSTE.

Ich habe vor einigen Jahren ein Seminar zum Thema Gesunderhaltung/Selbstheilung besucht. Dabei wurde über die Faktoren gesprochen, die zur Entstehung und Erhaltung der eigenen Gesundheit notwendig sind. Es wurden u.A.: Optimismus, Lösungsorientierung, Verantwortung übernehmen, Netzwerke aufbauen, Beziehungen aufbauen und pflegen, positive Zukunftserwartungen, eben diese Zukunft planen können. All das geht in der jetzigen Situation so einfach nicht mehr. Vielmehr erleben wir mehr oder weniger täglich Gefühle der Ohnmacht, Angst um nahestehende Personen, Gefühle des Ausgeliefertseins, Einsamkeit, Anspannung, Zukunftsängste und gerade eben die Unmöglichkeit für die nähere Zukunft planen zu können. Niemand weiß, was in den nächsten Monaten in Zusammenhang mit Corona passieren wird. Wir halten uns an vagen Hoffnungen fest z.B. dass es wieder eine Frühjahrserholung oder vielleicht eine Impfung geben wird.

Aber was bleibt ist eine MASSIVE VERUNSICHERUNG.

Es ist Zeit, dass die (politisch) Verantwortlichen ENDLICH anfangen, sich auch um die emotionale Seite der Pandemie zu kümmern, um die drohenden schlimmen psychozozialen Langzeitfolgen für unsere Gesellschaft zu verhindern.

Es ist lange überfällig, dass in der Politik aber auch in der ganzen Gesellschaft Prozesse gestartet werden, die sich mit einer Langzeit- oder Exit-Strategie befassen. Auch muss der Schutz besonders gefährdeter Menschen ebenso eine sehr hohe Priorität bekommen, wie ein Szenario, welches es uns ermöglicht, dauerhaft mit diesem Virus leben zu müssen.

Jürgen

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Unsere weiteren Forderungen:

 

Als Zusammenschluss von Betroffenen des Bluterskandals und der Leistungsempfänger der Stiftung "Humanitäre Hilfe..." sehen wir die im Juni 2017 erfolgten Änderungen im HIV-Hilfegesetz sehr positiv. Wir sind dankbar für diesen Schritt in die richtige Richtung. Er gibt den Betroffenen mehr längerfristige finanzielle Sicherheit. 

 

Mit bitterem Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die beteiligten Pharmafirmen, als Hauptverursacher des Blutskandals, ab 2019 nicht mehr ihrer Verantwortung gerecht werden müssen.

 

Deshalb fordern wir....      mehr lesen

 

Verantwortung verjährt nicht !